Design Holzhäuser schützen

Bei exklusiven Holzhäusern in unseren Breiten liegt die Wetterseite meist Richtung Südwest, da hier das Holz der Witterung stärker ausgesetzt wird, als auf den anderen Seiten hochwertigen Holzobjekte. Zwei Faktoren treffen zusammen, die die Holzoberfläche der wertvollen Fassaden beeinträchtigen: Wind und Regen auf der einen Seite und Sonnenschein auf der anderen.

Die Faktoren Technik und Chemie müssen in einem Zusammenhang gebracht werden, um die Luxus- Domizile zu schützen, weil der Regen allein keine Beeinträchtigung darstellt. Nässe beziehungsweise Regen wird erst dann zum Problem, wenn dieser mit Hilfe des Windes gegen die teure Holzhauswand gedrückt wird.

Besonderes an sehr exponierten Lagen kann die Holzwand dadurch extrem nass werden und das Holz hat dann mit der erhöhten Feuchtigkeit zu kämpfen. Gerade an solchen exponierten Stellen ist ein hochwertiger technischer Holzschutz in Form eines sehr großen Dachüberstandes zwingend erforderlich. An hohen Giebelwänden hilft in vielen Fällen nur ein Wetterdach, das im Bereich zwischen den Fenstern im Erdgeschoss und Dachgeschoss dicht angebaut wird.

Grundierungen mit Fungizid und Biozid werden manchmal verwendet, da wenn die Sonne längere Zeit auf ungeschütztes Holz scheint, die Zellsysteme zerstört werden und das Holz anfängt zu vergrauen. Um diesen Vorgang zu verhindern, werden offenporige Lasuren auf das stabile Holz gestrichen. In den Lasuren sind neben Pigmenten oft auch hochwirksame Fungizide und Biozide beigemengt, sind allerdings keine beigemengt, ist es erforderlich, dass eine extra Grundierung mit Fungizid und Biozid als erster Anstrich verwendet wird.

Holzbauteile, die dem Regen oder Schlagregen ausgesetzt werden, fallen nach der Norm DIN 68800 in die Gefährdungsklasse 3 und müssen mit einem zugelassenen Holzschutzmittel gegen Pilze und Insekten behandelt werden.  Besonders an den Wetterseiten der Design Holzhäuser ist somit eine Behandlung mit einem zugelassenen Holzschutzmittel zwingend erforderlich. Hier gilt es für die Anwender die Produktbeschreibung der Holzschutzlasur genau zu lesen. Nur wenige Mittel auf dem Markt bieten guten Schutz. Es ist fast immer erforderlich, eine zusätzliche Grundierung auf das kostbare Bauholz aufzubringen. Besonderes an den Wetterseiten in stark exponierten Lagen ist das Holz mit der Feuchtigkeit schnell überfordert, weswegen an solchen Stellen in der Regel auch häufiger nachgestrichen wird als an anderen.

Auch bei Verwendung von Lasuren bildet sich über die Jahre eine besonders dicke Farbschicht auf dem edlen Holz. Dieser relativ dicke Film auf der hochwertigen Fassade erlaubt nur geringe Dampfdiffusion und lässt kaum mehr Feuchtigkeit aus dem Balken entweichen. Wenn die Lasur zudem noch von außen durch Schlagregen ständig befeuchtet wird, versagt die Dampfdiffusionsfähigkeit des Bauholzes ganz. Das verwendete kostbare Holz beginnt unter dem Film zu verfaulen.

Kommt es dazu muss man den Baustoff Abschleifen und dann anstreichen. Dafür muss man den Lasurfilm restlos zu entfernen und mit einem zugelassenen Holzschutzmittel das Holz erneut behandeln. Dennoch bleibt der technische Holzschutz dem chemischen stets überlegen und sollte auch immer die Grundlage einer eventuellen Sanierungsmaßnahme eines Design Holzhauses sein.

An Stellen, eines luxuriösen Objektbaus, wo ein technischer Holzschutz beispielsweise durch eine Dachkonstruktion nur schwer durchführbar ist, sollte jedoch nicht gezögert werden, einen geeigneten chemischen Holzschutz zu verwenden. Die regelmäßige Kontrolle aller im Außenbereich verbauter Hölzer sollte jedem Besitzer eines Blockhauses eine Herzensangelegenheit sein. Nur so ist gewährleistet, dass man lange Freude an
seinem Haus hat und sein Wert über Jahre erhalten bleibt.