Hochwertige massive Blockhäuser

Viele Blockhaus- Liebhaber wünschen sich ein komplett massives Blockhaus. Die Umsetzung ist schwierig, aber möglich.

Teilweise zu Recht gelten hochwertige Wohnblockhäuser und Gebäude mit Anbau oder Quergiebel in massiver Blockbohlenbauweise als nur sehr schwer umsetzbar.
Der Grund ist, dass die aneinander grenzenden Dachflächen des Holzhauses gegeneinander schieben. Dieses Problem nimmt in Abhängigkeit des Setzverhaltens des Holzes und mit steigender Dachneigung zu, weswegen die Dachsparren gleitend montiert werden müssen. Eine Lösung des Problems ist die so genannte geteilte Kehle. Die Kehlbalken im Scheitelpunkt der Dachflächen werden bei dieser innovativen Technik aus zwei Teilen konstruiert. Somit ergibt sich für beide Dachflächen des Holzhauses genügend Bewegungsfreiheit, um der Setzung des Blockhauses gerecht zu werden.

Die Schiebung der Sparren, die eingeplant werden muss, ist abhängig von der Dachneigung, der Sparrenlänge und der Holzfeuchte. Auch bei der richtigen Planung eines Design Holzobjekts bleibt ein Risiko bei der Ausführung. Daher sollten diese nur erfahrene Fachfirmen, wie das Objekt- und Gewerbebauunternehmen Baufritz, durchführen. Wie so oft entscheiden, auch bei dem Bau hochwertiger Holzkonstruktionen, die kleinen Details über Erfolg oder Misserfolg. Berechnungen der Setzung sind daher zwingend erforderlich und jede möglicherweise auftretende Problematik muss mit eingeplant werden Die gegeneinander schiebenden Dachflächen erfordern eine Teilung der Kehlsparren, dabei ist es schon im Vorfeld der Planung erforderlich, dass man eine solche Konstruktion mit dem Statiker bespricht. Auch er muss über die ungewöhnliche Problematik bei der Dachkonstruktion des Objektbaus aufgeklärt werden.

Des Weiteren ist die Errechnung der nötigen Holzstärken des ökologischen Baumaterials erforderlich. Beim Dachaufbau hat sich in den letzten Jahren statt der diffusionsoffenen Schalungsbahn die so genannte DWD- Platte verstärkt durchgesetzt. Die Unterdachplatten des Blockhauses übernehmen nicht nur einen Teil der Windlasten, sie gleichen außerdem auch noch unterschiedliches Setzverhalten aus.

Die Erfüllung der strengen Anforderungen zur Winddichtigkeit laut Energie- Einspar- Verordnung (EnEV) wird durch die bewegliche Konstruktion mit gleitenden Sparren und sich verschiebenden Dachflächen in vielen Fällen schwierig. Denn die Anforderungen sind hoch, da bei einem Unterdruck von 50 Pa das Haus so dicht sein muss, dass durch Leckagen höchstens dreimal pro Stunde die Luft ausgetauscht wird. Häufig wird die Meinung vertreten, dass die Anforderungen der Energie- Einspar- Verordnung erst beim Aufbau und Ausbau eines Hauses zu berücksichtigen sind, allerdings ist genau das Gegenteil der Fall. Um den Richtlinien des Gesetzgebers gerecht zu werden, muss man sowohl bei der Planung als auch der Montage des Rohbaus die Grundlagen beachten. Ist die Konstruktion des Design Holzhauses falsch geplant oder werden die Folienanschlüsse vergessen, kann beim Ausbau nur noch nachgebessert werden. Zudem ist der ordentliche Einbau von Folienanschlüssen im Rohbau günstiger als ein späteres Kaschieren der Fehler.

Beim Bau eines massiven und hochwertigen Wohnblockhauses oder Anbaus ist die Konstruktion der geteilten Kehle eine durchaus vernünftige technische Lösung.
Es bleibt jedoch zu berücksichtigen, dass die dabei benötigten Verkleidungen des Luftspaltes zur Aufnahme der Setzungen sehr wartungsaufwändig sind. Entsprechend sollte in der Phase der Setzung in regelmäßigen Abständen der professionelle Hersteller die Qualität der Konstruktion und die Dichtigkeit prüfen.