Holzfeuchte in kostbaren Wohnhäusern

Holzfeuchte in kostbaren Wohnhäusern
Wertvolles Bauholz richtig als Baustoff verwenden

Es stellt sich die Frage wie man am besten mit Holzfeuchte in kostbaren Wohnhäusern umgeht. Das im Gebäude verbaute Holz schwindet und quillt bei wechselnder Feuchte des Holzes. Kompliziert wird die Sache dadurch, dass die Bestimmung der Holzfeuchte nur mit einem speziellen Holzfeuchtemessgerät aus dem Fachhandel möglich ist.

Zur Überprüfung und Kontrolle der relativen Fechte des Bauholzes eines Eigenheims wird dann dieses elektronische Feuchtemessgerät eingesetzt. Bei diesem Vorgang wird über zwei Elektroden, die in das zu prüfende Holz eingeschlagen werden, der momentane elektrische Widerstand des Holzes gemessen. Der erzielte Messwert kann bei vorheriger Einstellung der nötigen Messparameter unmittelbar von dem Gerät abgelesen werden.

Die durchzuführende Holzfeuchtemessung ist von den Parametern Holzart und Temperatur des beim Bau des Gebäudes verwendeten Holzes abhängig. Diese wichtigen Parameter müssen am verwendeten Messgerät eingestellt beziehungsweise nach gerätespezifischen Tabellen umgerechnet werden. In der Praxis ist für die Beurteilung der relevanten Holzfeuchte die mittlere Holzfeuchte des Baustoffs entscheidend.

Dieser mittlere Wert wird mit folgender Einschlagtiefe ermittelt:
Bei etwa einem Drittel der Holzdicke befindet sich die optimale Messtiefe zur Ermittlung der mittleren Holzfeuchte, jedoch sollte die Messtiefe der Sensoren nicht über 40 Millimeter liegen. Bei einer durchgeführten Einzelmessung kommen die Ergebnisse dieser Messung der Holzfeuchte dem Wert der Darrmethode am nächsten. Eine Hilfreiche Informationsquelle, für betroffene Besitzer hochwertiger Holzhäuser, in diesem Zusammenhang ist das aktuelle Merkblatt vom Bund Deutscher Zimmermeister Elektronische Holzfeuchtemessung.

Die so genannte Ausgleichsholzfeuchte von Holz liegt nach der Norm DIN 1052 in einem Innenraum bei etwa zwölf Prozent (plus, minus drei Prozent). Bei Außenwänden liegt die Ausgleichsholzfeuchte ungefähr bei fünfzehn Prozent (plus, minus drei Prozent). Da das für den Bau verwendete Holz sich im Laufe der Zeit an diese bestehende Holzfeuchte angleicht, wird der Baustoff schwinden und sein Maß wird sich verändern.

In der Norm DIN 1052 ist außerdem festgelegt, dass Bauschnittholz mit der im Gebrauchszustand zu erwartenden Holzfeuchte im Gebäude verbaut werden soll. Durch diese Prophylaxe werden die Maßtoleranzen des wertvollen Bauholzes durch nachträgliches Trocknen gering gehalten, wodurch gewährleistet werden kann, dass die Gebrauchstauglichkeit des kostbaren Baustoffs nicht durch die entstehenden Toleranzen gefährdet wird.


Holzfeuchte in kostbaren Wohnhäusern
Die Setzung von Holz im Blockhausbau

Es stellt sich die Frage wie man bei bedarf mittels der Holzfeuchtebestimmung das zu erwartende Setzmaß ausrechnen kann. Das in Teil 1 beschriebene Schwinden des Holzes in tangentialer und radialer Richtung ist laut der Norm DIN 4074 mit 0,24 Prozent je ein Prozent Holzfeuchte anzunehmen und somit lässt sich die zu erwartende Setzung des ökologischen Baustoffs in einem kostbaren Blockhaus ganz genau berechnen.

Geht man als Beispiel von einer ermittelten Holzfeuchte von 24 Prozent auf 15 Prozent (9 Prozent mal 0,24) aus, entspricht das 2,16 Zentimeter pro Meter. In der Baupraxis ergibt sich aus dieser Formel auch ein zu erwartendes Setzmaß für das Beispiel einer Treppe mit einer Etagenhöhe von 2,80 Metern mal 2,16 Zentimeter pro Meter entspricht das einem Maß von 6,05 Zentimetern. Bei dieser Rechnung ist die montagebedingte Setzung allerdings zunächst nicht berücksichtigt.

Gerade bei einem hochwertigen Blockhausbau kommen die vielen Eigenschaften des Holzes beim sich vollziehenden Trocknungsvorgang voll zum Tragen.
Dies ist ein wesentlicher Punkt, den es konstruktiv unbedingt bei allen Setzungen und der Erfüllung der Luftdichtheit der wertvollen Holzkonstruktion zu berücksichtigen gilt. Selbst bei einer relativen Holzfeuchte von 20 Prozent sind fast 5 Zentimeter Setzung pro Geschoss des Gebäudes baulich zu berücksichtigen.

Geschieht dieses nicht oder ist das verwendete Bauholz zu nass, sind Schäden und Leckagen am  kostbaren Eigenheim vorprogrammiert. Es ist ein besonderes Anliegen, darauf hinzuweisen, dass diesen kostspieligen Schäden bei einem Bauvorhaben technisch vorgebeugt werden kann.

Der moderne Blockhausbau kann somit dem heutigem Stand der Technik sehr gut entsprechen. Zum Beispiel müssen bei Innenpfosten eines Blockhauses hochwertige Gewindefüße eingebaut werden. Diese Gewindefüße können dann je nach Bedarf der neuen Höhe der Holzdecke angepasst werden. Bei Innenwänden, die nicht aus Blockwänden bestehen, ist bei der Befestigung darauf zu achten, dass die Blockwände sich setzen können, wobei hier verschiedene Konstruktionen möglich sind um das gewünschte Resultat zu erhalten.

Am sichersten ist es, wenn man vor dem Einbau des Baustoffs die Holzfeuchte genau gemessen hat, denn so kann das zu erwartende Setzmaß schon vorab ermittelt werden.
Es empfiehlt sich generell für den Bauherren einen Zuschlag von einem Viertel vorzugeben, um zur Sicherheit noch etwas Spielraum zu haben.
So lohnt es sich für den Bauherren immer auf eine Holzfeuchtemessung des verwendeten Baustoffs zu bestehen.


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Feuchtigkeit von Blockbohlen in hochwertigen Objektbauten

Das jeweilige Setzverhalten eines hochwertigen Massivholzhauses muss nicht nur bei den Pfosten und Innenwänden des jeweiligen Holzobjekts berücksichtigt werden, sondern auch bei der Errichtung einer massiven Giebelkonstruktion. Leider ist bei kostspieligen Blockhäusern, die bis zur Firstspitze massiv mit Blockbohle ausgeführt werden, immer wieder festzustellen, dass dem Setzverhalten bei dem Bauvorhaben nicht genügend Rechnung getragen wurde.

Besonders unprofessionelle Verkäufer von extravaganten Holzkonstruktionen und Anfänger in der Wohnblockhaus- Branche sind vielfach der Meinung, dass die verleimten Blockbohlen nicht mehr arbeiten, und es daher nicht nötig sei, ein Setzmaß einzuplanen. Wenn der jeweilige Bauherr allerdings beim Aufbau die Holzfeuchte mit einem speziellen Messgerät aus dem Fachhandel ermittelt und anschließend das Setzmaß errechnet, so wird er schnell eines Besseren belehrt.

Untersuchungen mit hochwertigen Messgeräten an verschiedenen wertvollen Holzhäusern haben ergeben, dass die durchschnittliche Holzfeuchte bei den Innenwänden der Objektbauten in etwa 10,0 Prozent und bei Außenwänden ungefähr 12,2 Prozent beträgt.

Die durchschnittlich festgestellte Holzfeuchte bei verleimten Blockbohlen beträgt laut Messungen an dem Bauholz 16 Prozent bis 18 Prozent und bei Rundholz sogar über 24 Prozent. Somit ergibt sich daraus bei verleimten Blockbohlen ein Setzmaß von mindestens (16 Prozent minus 12,2 Prozent entspricht 3,8 Prozent, multipliziert mit 0,24 Millimeter) 0,91 Zentimeter pro Meter Giebelhöhe, das es zu berücksichtigen gilt.

Des Weiteren muss bei dem Bauvorhaben noch die Auflagerpressung aus dem Eigengewicht berücksichtigt werden, was die vorhandenen Dichtungsbänder und die Blockbalken mit der Zeit immer mehr zusammenpresst.

Rundbalken die für den Bau einer Holzkonstruktion verwendet werden sind in den meisten Fällen mit einer leichten Überhöhung der Auflagefräsung versehen.


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Vorsicht bei der Planung des Traumhauses

Bei der Verwendung von Rundbalken für den Bau eines wertvollen Holzhauses ist durch eine angebrachte Fräsung sichergestellt, dass der Rundbalken beim Nachtrocknen reißt und durch das Auseinanderklaffen des Holzes der Hohlraum geschlossen wird. So addieren sich weitere 0,5 bis 2 Zentimeter zu dem bei der Planung zu berücksichtigenden Setzmaß hinzu.

Des Weiteren ist der Setzungsprozess des verbauten Holzes bei Ständerwänden, Kaminen, Gauben, und Pfosten einzukalkulieren. Und bei der Errichtung von Sparren ist es ganz besonders wichtig auf das richtige Setzmaß zu achten. Die geplanten Sparrenauflagen sind an Traufen und so genannten Mittelpfetten gleitend auszubilden. Eine spezielle Verankerung muss dabei unbedingt vorgesehen werden, damit die Sparren am First der wertvollen Holzkonstruktion nicht aus den Nägeln gezogen werden. In diesem Fall gibt es verschiedene Lösungen um das Problem zu vermeiden, die alle mit dem für den Bau zuständigen Statiker abzusprechen sind.

Diese kompetenten Fachmänner sind vielfach leider nur im Stahl und Betonbau hochqualifiziert ausgebildet und müssen auf die speziellen Besonderheiten bei der Planung eines Blockhauses manchmal hingewiesen werden.

Unverantwortliche Hersteller und Monteure der Holzkonstruktionen, die diese wichtige Hinweispflicht nicht ernst genug nehmen, können im Schadensfall mit rechtlichen Schritten der Kunden gegen sie rechnen. Aus der Vernachlässigung der Setzung, bei der Planung eines wertvollen Design Holzhauses, resultieren mehr Schadensfälle als nötig.

Unseriöse Firmen arbeiten oft mit unrealistischen Versprechungen in ihrer Werbung wie das Verkaufen von Bausätzen, die angeblich von jedem Zimmerer aufgebaut werden könnten. Dies geht, bei der hohen Komplexität einer wertvollen Wohnblockhaus- Konstruktion, oftmals zu Lasten der Qualität des Objektbaus.

In den schlimmsten Fällen handelt es sich bei den dubiosen Unternehmen um Firmen aus dem Ausland, wo hiesige Vertreter teilweise keinen festen Wohnsitz haben und deren Monteure sogar nach der Montage nicht mehr aufzufinden sind. Bei so einem überzogenen Angebot bleibt der jeweilige Bauherr meistens leider auf der Strecke und aus dem vermeintlichen Traumhaus kann so ein Alptraum werden.