Rosen

Die Rosen sind vielseitiges Blütengehölz mit meist vollbesetzten Sprossen. Die lieblings Standorte der Rosen sind meist sonnig-warm aber auch notfalls halb schattig, in tiefgründigem, nahrhaftem, möglichst lehmigem Boden, der aber nicht zu schwer sein sollte.Die Rosen vermehren sich durch Samen, Ausläufer, Stecklinge oder durch Veredlung.

Rosen

Die Rose gehört zu den bekanntesten und ältesten Zierpflanzen überhaupt. So alt wie die menschliche Kultur ist, so lange wird auch schon die Rose verehrt. Der Ursprung der Gattung Rosa aus der Familie der Rosengewächse, die heute etwa 250 Arten umfasst, muss spätestens im mittleren Tertiär (vor ca. 20Mio. Jahren) stattgefunden haben, da aus dieser Zeit eindeutige Pfunde bekannt sind.

Heute findet man wild wachsende Rosen in allen gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel sowie in den Höhenlagen tropischer Gebirge. Kultiviert werden die Rosen allerdings weltweit.

Neben den vielen Möglichkeiten, Rosen als blühen schöne Zierpflanze zu verwenden, sollte man aber nicht vergessen, dass die Rose auch anderen Nutzen besitzt.

In früheren Zeiten von noch stärkerer Bedeutung ist ihre vielseitige Symbolträchtigkeit, je nach Farbe und Anlass werden mit Hilfe der Rose: Liebe, Trauer, Unschuld, Jugend oder Neid ausgedrückt. Ein ganz anderen Nutzen verdankt die Rose ihrem unvergleichlichen Duft. In Osteuropa werden zwei Arten von Rosen großflächig zur Gewinnung von Rosenöl angebaut. Das Rosenöl ist ein kostbarer Bestandteil vieler Parfüms und anderer kosmetischer Artikel.

Aus den Blütenblättern lassen sich auch, wie Rosenbowle, kandierte Rosenblätter und Rosenmarmelade herstellen.
Nicht nur die Blüten der Rosen sind von Nutzen, sondern auch die Früchte und das Holz können verwendet werden, letzteres wegen der selten sehr dicken Stämme meist nur für kleinere Gegenstände oder Einlegearbeiten.
Die Früchte bestehen aus fleischig gewordenen Achsenbechern, in die mehr oder weniger viele, kleine Nüßchenfrüchte eingebettet sind.

Diese sind häufig noch mit feinen, zerbrechlichen Haaren besetzt. Der Achsenbecher ist außergewöhnlich reich an Vitamin C und lässt sich hervorragend zu Marmelade oder Fruchtwein verarbeiten. Zusammen mit den Nüsschen kann man aus ihnen aber auch einen gesunden und wohlschmeckenden Tee bereiten. Besonders die rot blühenden Sorten mit gefüllten Blüten werden als mildes Mittel gegen Durchfall und bei entzündeten Mundschleimhäuten verwendet.

Die Früchte werden mitsamt der Nüsschen einiger Wildarten gesammelt und bei nicht über 60 Grad an einem luftigen Ort getrocknet. Sie erhalten viel Vitamin C, Zitronen- und Apfelsäure, Zucker und viel Schleimstoffe. Man verwendet sie als Tee bei Vitamin C-Mangel oder wegen ihrer milde harntreibenden Wirkung, die meistens überschätzt wird, gegen Wasserstauungen und bei Nierenerkrankungen.