Wirtschaftlichkeit CO2-Sanierung
KfW-Analyse der Investitionskosten und Amortisation bei Wohngebäuden
Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden hat weit reichende Konsequenzen für den Klimaschutz, die Gesellschaft, den Mieter vor Ort und natürlich auch den Eigentümer. Hier stellt sich vor allem die wirtschaftliche Bewertung von Maßnahmen zur CO2-Einsparung aus den verschiedenen Perspektiven sehr unterschiedlich dar. Darin liegt ein Grund für staatliches Eingreifen etwa in Form von gesetzlichen Auflagen und Förderprogrammen.
Kosten und Nutzen von Klimaschutz-Maßnahmen im Rahmen der CO2-Gebäudesanierung sind in einer aktuellen Veröffentlichung der KfW-Bankengruppe genauer analysiert worden. Für die in den Jahren 2005 und 2006 geförderten Fälle wurde dabei untersucht, wie viel eine Investition in die umfassende energetische Sanierung eines Wohngebäudes durchschnittlich kostet und ob sie sich finanziell für den Investor lohnt.
Insgesamt kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass sich die durchgeführten Maßnahmen bei einer Finanzierung zu den günstigen Förderkonditionen allein durch die Brennstoffkostenersparnis nahezu im Bereich der Wirtschaftlichkeit bewegen. Dies gelte allerdings nur für selbst genutzte Immobilien, bei denen der Eigentümer unmittelbar von der Kostenersparnis profitiere. Hier sei im Jahr 2006 ein Deckungsgrad von rd. 92 % – in 2005 sogar 99,7 % – der Finanzierungskosten erreicht worden. Dabei wurde der mit der Sanierung verbundene individuelle Zusatznutzen noch nicht berücksichtigt.
Für Vermieter hingegen fällt die Wirtschaftlichkeitsrechnung tendenziell ungünstiger aus. Insbesondere wenn die gesetzlich mögliche Umlage der Investitionskosten auf die Mieten nicht durchgesetzt werden kann. Eine große Rolle spielt hier der über die Brennstoffkosten hinaus entstehende Zusatznutzen, der sich in der Wertsteigerung des Gebäudes, der Erhöhung der Nutzungsdauer und der besseren Vermietbarkeit ausdrückt. Weiterhin wurden für die Studie die Gesamtkosten, in denen auch nicht-energetische Maßnahmen enthalten sind, herangezogen. Diese müssten also beim Blick auf die rein energetische Sanierung herausgerechnet werden, was je nach Umfang die Wirtschaftlichkeit noch einmal deutlich verbessern kann.